"Die arme Materie, die man grau nennt und plump, bleiern, tot und stumpfsinnig, wird gerettet von Giordano Bruno, indem er den vorsokratischen Blick als neuheidnischen in die Welt bringt."
Ernst Bloch, Schriftsteller

Hans Pfitzner

Musik-Seminar der Unitarischen Akademie in Verbindung mit der Hans-Pfitzner-Gesellschaft Hamburg e. V. vom 6. - 8. Januar 1984 in der Hamburger Wartenau

 
Leitung der Tagung: Günter Pahl
 
Bei der Beschäftigung mit dem Komponisten Hans Pfitzner (1869-1949), der im Übergangsfeld steht zwischen Romantik und moderner Musik, soll angestrebt werden:
 
- Musik elementar und neu zu begegnen;
- das "Lied" wieder intensiver zu hören;
- für Musikdrama und Oper neue Perspektiven zu gewinnen;
- sich ein Kapitel Musik-, Opern- und Zeitgeschichte zu erschließen.
 
Einige Urteile über den Komponisten und sein Werk:
 
Albert Schweitzer: "Ich brauchte Tage,...um mich von der Erschütterung zu erholen, die ich beim Anhören Ihrer Musik durchmachte."
 
Thomas Mann über Pfitzners Hauptwerk 'Palestrina': "...eine melodische Figur von außerordentlicher Schönheit...schafft stets Augenblicke von geistiger und dichterischer Bedeutsamkeit."
 
Arthur Honegger: "Musikalisch ist das Werk mit einer Überlegenheit gestaltet, die Respekt erheischt."
 
Gerhard von Westernhagen: "Das Ungekünstelte in der Erfindung, die Reinheit der Empfindung geht Pfitzner über alles."
 
 
Freitag, 6. Januar 1984

17.00 Uhr     Eintreffen in der "Wartenau"
 
18.00 Uhr:    Abendessen
 
19.00 Uhr:    Günter Pahl, Pinneberg:
                      Einführung in eine Bildungsfreizeit
                      anschl. Gesprächs- und Vorstellungsrunde
 
20.00 Uhr:    Werner Hahn, Hamburg:
                      Einführung in Pfitzners musikalische Legende
                      "Palestrina"
                      Vortrag
 

Sonnabend, 7. Januar 1984

08.30 Uhr:    Frühstück
 
09.00 Uhr:    Lesung:
                      Vom Sinn und Wert der Musik
                      Ein Nachdenken mit Texten von Pfitzner und anderen
                      Sprecher: Ute George, Maria Feyerabend, Günter Pahl
 
10.00 Uhr:    Arbeit in Gruppen:
                      a)  Prof. Roger George, Kiel: Musikanalyse durch Bewegung
                            am Beispiel von Pfitzner-Liedern
                      b)  Sänger führen in ihre Lieder ein (Texterarbeitung,
                            Komposition u. a.)
                      c)  Prof. Uwe Färber, Berlin: Erarbeitung von Liedern mit
                            jungen Sängern
 
11.15 Uhr:    Ulrich Mutz, Remscheid:
                      Hans Pfitzner und Richard Wagner
 
13.00 Uhr:    Mittagessen und Pause
 
15.00 Uhr:    Kaffeetrinken
 
15.30 Uhr:    Arbeit in Gruppen (wie oben)
 
17.00 Uhr:    Gert Fischer, Hamburg:
                      Pfitzner als Dirigent
                      Vortrag mit Musikbeispielen aus historischen Aufnahmen
 
18.30 Uhr:    Abendessen
20.00 Uhr:    Liederabend mit Kompositionen von Hans Pfitzner 
                      Es singen: Bettina Stumm, Junichi Asamizu, Ulrich George,
                      Prosper-Christian Otto
 
22.00 Uhr:    Gesellige Runde am Kamin
                      

Sonntag, 8. Januar 1984

08.30 Uhr:    Frühstück
09.00 Uhr:    Arbeit in Gruppen (wie oben)
 
10.30 Uhr:    Kammerkonzert und Liedmatinee
                      Es spielt das Rosengarten-Sextett, Hamburg:
                      Hans Pfitzner: Sextett für Klavier, Violine, Violoncello,
                      Kontrabaß und Klarinette, op. 55
                      Duo für Violine und Violoncello mit Begleitung des Klaviers, op. 43
                      
                      Ulrich George singt Lieder von Hans Pfitzner
                      Am Klavier: Prof. Roger George
 
                      Präsentation der Ergebnisse der Gruppenarbeiten
 
12.30 Uhr:    Gemeinsames Mittagessen und Ende der Tagung

- Änderungen vorbehalten -

Gesamtkosten:
70,- DM Seminarbeitrag
25,- DM Verpflegungsbeitrag
 
 
Anmeldungen bitte schriftlich ab sofort an die

Unitarische Akademie e. V.
Wartenau 11
2000 Hamburg 76


Tel. 040 / 25 00 200